Entwicklung & Testing

Entwicklung Online-Dienst

Das Entwicklungsteam setzt den Online-Dienst technisch um. Dazu erstellt es die erforderlichen Antragsformulare sowie das BPMN-Prozessmodell der Antragsstrecke. Damit bindet es auch externe Systeme an, wie Paymentdienste oder Dienste für den Bezug von Daten, die in den Formularen benötigt werden. 

Aufgaben

  • Das Entwicklungsteam erstellt die Formulare
  • Das Entwicklungsteam erstellt das Prozessmodell
  • Das Entwicklungsteam erstellt die Metadaten-Datei
  • Das Entwicklungsteam bindet die benötigten externen Systeme an

Anbindung Fachverfahren

Die Anbindung an ein Fachverfahren vervollständigt die digitale Antragsstrecke. Der Online-Dienst übergibt dazu die Antragsdaten an FIT-Connect und das Fachverfahren ruft sie von dort ab. Das Entwicklungsteam sollte sich eng mit dem Fachverfahrenshersteller abstimmen, beispielsweise zum benötigten Datenformat.

Aufgaben

  • Das Entwicklungsteam und der Fachverfahrenshersteller stimmen sich zur Anbindung ab
  • Der Fachverfahrenshersteller bindet das Fachverfahren an FIT-Connect an

Organisation der Testdaten

Das Entwicklungsteam und die auftraggebende Behörde testen den Online-Dienst während der Entwicklung regelmäßig auf technische und fachliche Passung. Der Online-Dienst wird auf der Entwicklungsumgebung modelliert. Da das Testing dort nicht mit produktiven Daten möglich ist, werden Testdaten verwendet, um beispielsweise Bezahldienste oder die Authentifizierung mittels ELSTER-Zertifikat zu testen.

Aufgaben

  • Das Entwicklungsteam organisiert Testdaten

Vorbereitung der Leistung im Landesredaktionssystem

Der Online-Dienst soll nach Veröffentlichung über die Servicesuche Bund und die jeweiligen Landesportale aufgerufen werden können. Voraussetzung dafür ist, dass der Online-Dienst mit einer Leistung verknüpft wird, nach der die Nutzenden suchen können. Die Landesredaktion pflegt die Leistungsbeschreibung im Landesredaktionssystem ein und hinterlegt einen Leistungsschlüssel. Alle mit der Leistung verknüpften Informationen können dann an das Portalverbund Online-Gateway (PVOG) übergeben werden, wo sie von nachnutzenden Systemen abgeholt werden können.

Aufgaben

  • Die Landesredaktion hinterlegt die Leistungsbeschreibung im Landesredaktionssystem
  • Die Landesredaktion hinterlegt die LeiKa-ID

Beteiligte

Parametrisierung

Im Online-Dienst sind Parameter Platzhalter. Sie bilden die Grundlage dafür, dass der Online-Dienst nachgenutzt werden kann. Die Werte können für jede Behörde individuell konfiguriert und aktualisiert werden. Dazu werden die benötigten (Pflicht-)Parameter und zugehörigen Werte definiert und im Landesredaktionssystem hinterlegt. Über das PVOG werden sie an FIT-Connect übergeben, wo die Werte zum Abruf im Online-Dienst bereitstehen. 

Aufgaben

  • Das Entwicklungsteam definiert das Parameterset in Abstimmung mit den nachnutzenden Behörden
  • Der Redakteur pflegt die Parameter im Landesredaktionssystem ein

Datenschutzerklärung

Anbieter von Online-Diensten sind datenschutzrechtlich für diese verantwortlich. Für jeden Online-Dienst muss daher eine Datenschutzerklärung erstellt werden. Diese wird über einen Parameter gepflegt und ist für Nutzende nach Prozessstart über das Behördeninformationspanel einsehbar.

Aufgaben

  • Der Projektmanager koordiniert die Erstellung der Datenschutzerklärung

Beteiligte

Barrierefreiheitstest

Der Werkzeugkasten des OZG-Hubs hilft bei der Entwicklung barrierefreier Online-Dienste. Dennoch können beim Modellieren Barrieren entstehen. Daher muss jeder Online-Dienst vor Livegang einem Barrierefreiheitstest unterzogen werden. Die Ergebnisse können in die Weiterentwicklung des Online-Dienstes einfließen. Sollten plattformseitige Barrieren identifiziert werden, sollten die Testergebnisse an den Online-Dienste-Betreuer weitergeleitet werden.

Aufgaben

  • Der Projektmanager initiiert einen Barrierefreiheitstest
  • Der Projektmanager übergibt die Ergebnisse an den Online-Dienste-Betreuer

IT-Sicherheitskonzept

Gemäß den Anforderungen des BSI (TR-03172-3), muss für den Online-Dienst ein IT-Sicherheitskonzept erstellt werden. Dieses umfasst die Identifikation von Schutzbedarfen, die Bewertung von Risiken, die Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen sowie die kontinuierliche Überwachung und Optimierung der Sicherheitsmaßnahmen.

Aufgaben

  • Der Projektmanager und das Entwicklungsteam erstellen oder koordinieren das IT-Sicherheitskonzept

Technische Revision

Um die Stabilität der Plattform zu gewährleisten, durchläuft jeder Online-Dienst eine technische Revision. Hier wird der Online-Dienst auf technische Mängel oder Sicherheitslücken geprüft. Wenn der Online-Dienst zur technischen Revision angemeldet wird, muss außerdem eine Selbsterklärung darüber abgegeben werden, dass die Deploymentvoraussetzungen erfüllt sind. Dafür muss das Supportkonzept, das IT-Sicherheitskonzept und die Datenschutzerklärung erstellt sowie ein Barrierefreiheitstest duchgeführt worden sein. Die Prüfungsergebnisse werden mit dem Projektmanager und dem Entwicklungsteam geteilt. Erfüllt der Online-Dienst die Anforderungen, ist er zum Deployment auf der Liveumgebung freigegeben.

Aufgaben

  • Der Projektmanager prüft, ob die Deploymentvoraussetzungen erfüllt sind
  • Der Projektmanger reicht den Online-Dienst über das Jira-System zur technischen Revision ein

Erstellung des Anbindungsleitfadens

Die auftraggebende Behörde kann den Online-Dienst anderen Behörden zur Nachnutzung anbieten. Ein Anbindungsleitfaden gibt einen Überblick über die Funktionalitäten und Konfigurationsmöglichkeiten des Onlineantrags. Die nachnutzenden Behörden können dort außerdem nachlesen, welche Schritte erforderlich sind, um den Online-Dienst der Bürgerschaft anzubieten.

Aufgaben

  • Der Projektmanager und das Entwicklungsteam erstellen den Anbindungsleitfaden