Das Einer-für-Alle-Prinzip (EfA) ist ein zentraler Hebel der Verwaltungsdigitalisierung: Einmal entwickelte Online-Dienste können von allen Ländern und Kommunen über gemeinsame, standardisierte Schnittstellen nachgenutzt werden – ohne Doppelentwicklungen, ohne unnötige Kosten.

Der OZG-Hub setzt dieses Prinzip mit vorgefertigten, wiederverwendbaren Prozessbausteinen um – von der Authentifizierung über die Bezahlung bis zur Datenübermittlung.

Authentifizierung mit BundID und Mein Unternehmenskonto

Der OZG-Hub bietet verschiedene Authentifizierungsoptionen:

  • BundID: Zentrales Konto für Bürgerinnen und Bürger. Mit der Online-Ausweis-Funktion lassen sich Formulare vorausfüllen – zeitsparend, sicher und fehlervermeidend.
  • Mein Unternehmenskonto (MUK): Digitale Identität für Unternehmen, basierend auf ELSTER. Relevant für alle Online-Dienste auf dem OZG-Hub, die von juristischen Personen genutzt werden.

Folgende Vertrauensniveaus stehen zur Auswahl:

VertrauensniveauAuthentifizierungsmittel (Beispiel)
NormalBenutzername und Passwort
SubstanziellELSTER-Zertifikat
HochOnline-Ausweis

Bezahlung

Der OZG-Hub hat mehrere Bezahlschnittstellen integriert – unter anderem XBezahldienste. Darüber können folgende Bezahldienste genutzt werden: ePayBL, girocheckout, epay21, Berlin.dePayment, pmPayment und OSI-Payment.

Datenübermittlung via FIT-Connect

Antragsdaten werden über FIT-Connect an das Fachverfahren der zuständigen Behörde übermittelt. FIT-Connect ist eine zentrale Basisinfrastrukturkomponente der deutschen Verwaltungsdigitalisierung, entwickelt und betrieben von der Föderalen IT-Kooperation (FITKO) im Auftrag des IT-Planungsrats.

NOOTS – Nationales Once-Only Technical System

Der OZG-Hub ist die erste Low-Code-Plattform mit der Option, Nachweisdaten aus Registern über das Nationale Once-Only Technical System (NOOTS) abzurufen. Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen müssen ihre Daten damit nur einmal an die Verwaltung übermitteln – andere Behörden können diese Daten mit Zustimmung der Betroffenen direkt abrufen. Das reduziert den Aufwand für Antragstellende und beschleunigt Verwaltungsprozesse.

ZSK – Zentrale Statistik-Komponente

Der OZG-Hub unterstützt die Anbindung an die Zentrale Statistik-Komponente (ZSK). Diese aggregiert nicht-personenbezogene Nutzungsdaten und macht die Inanspruchnahme digitaler Verwaltungsleistungen anhand monatlicher, regional differenzierter Transaktionszahlen bundesweit messbar und transparent.

Weitere Bausteine im Überblick

  • Mitteilungsseite: Informiert Antragstellende über den Status ihres Antrags – etwa die erfolgreiche Übermittlung.
  • PDF-Generierung: Erstellt eine Zusammenfassung der Antragsdaten zur Überprüfung durch die Antragstellenden.
  • Nachrichtenversand: Übermittelt Antragskopien oder Benachrichtigungen direkt in das BundID- oder MUK-Konto.
  • Vorschaltprozess: Leitet Antragstellende anhand ihrer Angaben – etwa Wohnort oder Personengruppe – gezielt an den richtigen Online-Dienst oder die zuständige Behörde weiter.
  • Abschicken-Task: Zeigt eine Zusammenfassungsseite vor dem finalen Absenden und prüft automatisch, ob hinterlegte Vertrauensniveau-Werte noch aktuell sind.