Der OZG-Hub ist eine cloud-fähige, modulare Plattform im Besitz der öffentlichen Hand – entwickelt von Baden-Württemberg und Sachsen, betrieben als Platform as a Service (PaaS) und in 12 Bundesländern produktiv im Einsatz.
Plattformaufbau
Der OZG-Hub ist eine Low-Code-Plattform, basierend auf einer BPMN 2.0-Workflow-Engine. Online-Dienste werden aus wiederverwendbaren EfA-Bausteinen (Einer für Alle) nach dem Baukastenprinzip zusammengesetzt – vom Authentifizierungsschritt bis zur Datenübermittlung. Bei rechtlichen oder technischen Änderungen müssen EfA-Bausteine nur an einer Stelle angepasst werden. Individuelle, komplexere Vorhaben können mithilfe von Groovy Skripten ergänzt werden. Die Plattform basiert auf einer Open-Source-Basis: Kernkomponenten wie das Formularschema und der Formulardesigner sind auf OpenCode verfügbar.
Föderale Ausrichtung
Alle Bausteine nutzen bundeseinheitliche Komponenten wie BundID, Mein Unternehmenskonto (MUK), FIT-Connect und XBezahldienste – damit sind alle entwickelten Online-Dienste automatisch EfA-fähig und bundesweit einsetzbar. Die Weiterentwicklung folgt der Föderalen Digitalstrategie des IT-Planungsrats und der Nationalen IT-Architekturrichtlinie. Die modulare Architektur mit offenen APIs stellt die Konsistenz mit dem D-Stack sicher. Föderale Pilotprojekte wie NOOTS und die EfA-Parametrisierung wurden direkt auf dem OZG-Hub umgesetzt.
Betrieb und Infrastruktur
Der OZG-Hub wird in einem ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland nach dem BSI IT-Grundschutz-Standard betrieben. Behörden stellen keine eigene Infrastruktur bereit – Wartung, Updates und Skalierung werden zentral übernommen. Alle drei Wochen wird eine neue, getestete Release-Version nach agilen Scrum-Prinzipien für alle Nutzenden bereitgestellt.
Skalierbar vom Bund bis in die Kommunen
Der OZG-Hub ist nachweisbar skalierbar – von der Bundesebene bis in die Kommunen. Stark frequentierte Online-Dienste wie die internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz) und das Elterngeld belegen dies unter realen Bedingungen. Regelmäßige Last- und Performance-Tests sowie jährliche Penetrationstests gewährleisten stabile Funktionsfähigkeit auch bei hohem Transaktionsaufkommen.
Sicherheit und Datenschutz
Für jeden Online-Dienst existiert ein eigenes Informationssicherheitskonzept nach BSI-Standard. Jährliche Penetrationstests prüfen alle Bestandteile der Plattform auf unautorisierte Zugriffe. Der Betrieb erfolgt vollständig DSGVO-konform – Datenschutz und Barrierefreiheit sind fest in der Plattformarchitektur verankert.